Zollhaus | Raum für Kultur

+++ NIGHT OF LIGHT – EIN MAHNMAL FÜR DIE VERANSTALTUNGSBRANCHE +++

Seit Mitte März gilt nun das offiziell durch die Behörden verhängte Veranstaltungsverbot. Seit dem haben bundesweit – auch hier im Leeraner Zollhaus – keinerlei Veranstaltungen mehr statt gefunden! Eine Katastrophe für die ganze Veranstaltungsbranche, zumal sie der erste Wirtschaftszweig war, der eingefroren wurde und höchst wahrscheinlich auch der letzte sein wird, der wieder in vollem Umfang angefahren werden darf! Quasi über Nacht wurde einer ganzen Branche die Arbeitsgrundlage entzogen und es droht eine Pleitewelle enormen Ausmaßes: mit gravierenden Folgen für den Arbeitsmarkt und die kulturelle Vielfalt!
Zwar hat die Bundesregierung einige Hilfsprogramme auf den Weg gebracht, diese bestehen aber im Wesentlichen aus Kreditprogrammen, die nicht wertschöpfend investiert werden können, sondern zur Deckung von Betriebskosten aufgewendet werden müssen. Dies führt nach dem Verbrauch der Kredite zu einer erneuten Zahlungsunfähigkeit in Verbindung mit einer Überschuldung der betroffenen Unternehmen und Einrichtungen. Denn anders als im produzierenden Gewerbe können weggefallene Umsätze nicht mehr nachgeholt werden.
Es dürfen zwar seit Kurzem wieder Veranstaltungen im Freien mit bis zu maximal 250 Besuchern statt finden, aber die meisten Veranstalter und Locations sehen von dieser Möglichkeit ab, da durch die geltenden Auflagen der Aufwand und die Kosten in keinem Verhältnis mehr zu den potentiell zu erzielenden Einnahmen stehen!
Für Initiator der Aktion „Night of Lights“, Tom Koperek, steht die gesamte Veranstaltungswirtschaft auf der Roten Liste der aussterbenden Branchen! Deshalb rief er deutschlandweit zu dieser Aktion auf, um auf die prekäre Lage dieses Wirtschaftszweiges hinzuweisen und um zu einem Dialog mit der Politik aufzurufen. Mittlerweile sind über 3000 Unternehmen aus verschiedensten Bereichen der Veranstaltungswirtschaft dem Aufruf gefolgt: Technikfirmen, Bühnen- und Messebauer, Ausstatter, Caterer, Logistiker, Künstler, Einzelunternehmer und viele mehr.
Auch das Zollhaus folgt diesem Aufruf und wird an dieser Aktion teilnehmen. Vom 22. Juni ab 22.00 Uhr bis zum 23. Juni um 01.00 Uhr soll die gemeinsam initiierte „Night of Light“ stattfinden – ein leuchtendes Mahnmal und ein flammender Appell zur Rettung eines Wirtschaftszweiges.
In mehr als 250 Städten bundesweit werden Eventlocations, Spielstätten, Gebäude und Bauwerke mit rotem Licht illuminiert: viele leuchtende Mahnmale, die sich zu einem Licht-Monument arrangieren sollen.
Die für diese Aktion gemeinsam verwendete Farbe Rot soll folgendes ausdrücken:
– Die Veranstaltungswirtschaft befindet sich auf der „Roten Liste“ der aussterbenden Branchen
– Alarmstufe Rot – ein Milliardenmarkt und hunderttausende Arbeitsplätze sind in Gefahr!
– Wir sind eine Gemeinschaft und haben das gemeinsame Ziel eines Branchendialogs mit der Politik
– Wir richten einen flammenden Appell an die Öffentlichkeit
– Die Farbe Rot steht für die Leidenschaft für unseren Beruf / unsere Profession – „Wir brennen für das, was wir tun!“

Mehr Informationen zur „Night of Light“ unter: www.night-of-light.de